gegeben an Kriegsweihnachten 1940 im XII. Jahre der nationalsozialistischen Revolution, für ein Jungen Peter Lütters des Jahrgangs 1938 aus Wöllersdorf-Trutzdorf, wurden am 24.12.1940 1000.-- RM eingezahlt; geprägter Adler, mit dem Namen beschriftet, üblicher entwerteter (gelochter) gebrauchter Zustand.
Der Münzen & Banknoten - Fachhandel Uwe von Poblocki, Nürnberg, versichert, das sämtliche angebotenen Artikel insbesondere aus der Zeit zwischen 1933-1945 nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder Wissenschaft, der Forschung oder Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dienen.
Mit der Abgabe von Bestellungen von Gegenständen, die mit Emblemen des Dritten Reiches versehen sind, verpflichtet sich der Besteller dazu, diese Dinge nur zu in Absatz 1 genannten Zwecken zu erwerben und sie in keiner Weise propagandistisch, insbesondere im Sinn der der §§ 86, 86a StGB zu benutzen.
Historischer Hintergrund (KI-generiert):
Das Hermann-Göring-Sparbuch für Waisen gefallener Flieger repräsentiert ein besonderes Kapitel der nationalsozialistischen Sozialpolitik während des Zweiten Weltkriegs. Diese Sparbücher wurden im Rahmen eines Fürsorgesystems ausgegeben, das speziell für die Kinder gefallener Luftwaffensoldaten konzipiert wurde und den Namen des damaligen Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Hermann Göring, trug.
Die Einrichtung dieser Sparbücher erfolgte in einer Zeit, als das nationalsozialistische Regime verstärkt bemüht war, die Moral der kämpfenden Truppe und der Heimatfront aufrechtzuerhalten. Weihnachten 1940 markierte einen bedeutsamen Zeitpunkt: Der Krieg hatte sich bereits über mehr als ein Jahr hingezogen, die Luftschlacht um England war im Herbst 1940 zu einem kostspieligen Unterfangen geworden, und die ersten größeren Verluste der Luftwaffe machten sich bemerkbar. Die Zahl der gefallenen Flieger stieg kontinuierlich, und damit auch die Zahl der Kriegswaisen.
Das vorliegende Exemplar dokumentiert eine Einzahlung von 1000 Reichsmark am 24. Dezember 1940, ausgegeben für einen Jungen des Jahrgangs 1938 aus Wöllersdorf-Trutzdorf. Dies bedeutet, dass das Kind zum Zeitpunkt der Ausgabe etwa 2½ Jahre alt war und vermutlich seinen Vater im Kriegseinsatz verloren hatte. Die Summe von 1000 Reichsmark war für damalige Verhältnisse erheblich – zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Arbeiter verdiente 1940 etwa 150-200 Reichsmark monatlich.
Die Gestaltung dieser Sparbücher folgte der typischen nationalsozialistischen Symbolsprache. Der geprägte Adler, das Hoheitszeichen der Luftwaffe, verlieh dem Dokument einen offiziellen und würdevollen Charakter. Die Prägung mit dem Namen des Empfängers individualisierte das Sparbuch und sollte eine persönliche Verbindung zwischen dem Regime und der betroffenen Familie herstellen.
Die Phrase “im XII. Jahre der nationalsozialistischen Revolution” entspricht der damaligen offiziellen Zählweise, die von der Machtübernahme 1933 ausging. Diese Formulierung findet sich auf zahlreichen offiziellen Dokumenten jener Zeit und diente der ideologischen Überhöhung des Regimes. Der Begriff “Revolution” sollte die Machtübernahme als grundlegenden gesellschaftlichen Umbruch darstellen.
Das Fürsorgesystem für Hinterbliebene war Teil einer umfassenderen Strategie der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt und verschiedener Parteiorganisationen. Göring selbst hatte ein persönliches Interesse daran, die Luftwaffe als moderne und sozial fortschrittliche Waffengattung zu präsentieren. Die nach ihm benannten Sparbücher sollten sowohl praktische Hilfe leisten als auch propagandistisch wirken.
Die praktische Funktion dieser Sparbücher bestand darin, den Waisen eine finanzielle Grundlage für ihre Zukunft zu sichern. Das Geld sollte vermutlich bis zur Volljährigkeit oder für Ausbildungszwecke zur Verfügung stehen. Gleichzeitig erfüllten diese Dokumente eine wichtige propagandistische Funktion: Sie sollten zeigen, dass das Regime sich um die Familien der Gefallenen kümmerte und dass das Opfer der Väter vom Staat anerkannt und gewürdigt wurde.
Aus historischer Perspektive sind solche Dokumente heute wichtige Quellen für die Erforschung der nationalsozialistischen Sozialpolitik und der Lebensbedingungen von Kriegswaisen. Sie dokumentieren die bürokratische Organisation der Fürsorge ebenso wie die ideologische Durchdringung selbst der privatesten Lebensbereiche. Das Schicksal von Kindern wie dem 2½jährigen Jungen steht stellvertretend für Tausende ähnlicher Fälle.
Der Erhaltungszustand solcher Sparbücher variiert erheblich. Viele wurden während der Kriegswirren oder in der Nachkriegszeit zerstört oder gingen verloren. Überlebende Exemplare befinden sich heute in Museen, Archiven oder Privatsammlungen und sind meist lochentwertet. Sie dienen als materielle Zeugnisse einer tragischen Epoche der deutschen Geschichte.
Info / FAQTo Russia and Belarus no deliveries possible!
No shipping of coins in the USA possible, stamps and banknotes in registered letter are possible!.